Eidg. Fachausweis
Trainer/in Leistungssport BP
trainieren, fördern, begleiten, betreuen, vorbereiten
Was macht ein/e Trainer/in Leistungssport BP?
Trainer und Trainerinnen Leistungssport vermitteln Sportlern praktische und theoretische Kenntnisse in einer Sportart. Sie trainieren Personen jeden Alters auf regionalem und nationalem Niveau, erstellen zielgruppenspezifische und leistungsgerechte Trainingspläne und leiten die Trainings.
Im Wettkampfsport bereiten sie Einzelsportler oder Mannschaften auf Wettkämpfe vor und coachen diese. Sie arbeiten in erster Linie in Sportstätten (z.B. Sporthallen, Sportplätzen, Schwimmbädern) oder in der freien Natur. Zur Vor- und Nachbereitung von Training und Wettkampf nutzen sie wissenschaftliche Fachliteratur und moderne Bürotechnik.
Je nach Verband, Club oder Verein betreuen die Fachkräfte Leistungs- und/oder Nachwuchssportler. Im Zentrum ihrer Arbeit stehen stets die Heranführung zu Spitzenleistungen, die sportliche Weiterentwicklung und die Vorbereitung auf Wettkämpfe. Sie fördern deren mentale Stärke und Fähigkeit die Konzentration, Emotionen und das Selbstvertrauen zu steuern. Ferner organisieren sie Wettkämpfe, suchen und fördern Nachwuchstalente und geben Auskunft zu sporttechnischen Fragen.
Was und wozu?
- Damit er die Sportlerin ganzheitlich fördern kann, berücksichtigt der Trainer Leistungssport bei der Planung und Leitung des Trainings ihr Leistungsvermögen, Alter, Niveau und ihre individuellen Bedürfnisse.
- Damit sie das sportliche Kind bei seiner Karriereplanung und dem Erhalt seiner Gesundheit unterstützen kann, bezieht die Trainerin Leistungssport auch dessen Umfeld mit ein.
- Damit er während der Trainings und Wettkämpfe die Verhaltensweisen der Sportlerin differenziert wahrnehmen, analysieren und bewerten kann, baut der Trainer Leistungssport eine persönliche Beziehung zu ihr auf.
- Damit sie die Trainings- und Wettkampfziele erreichen kann, hält die Trainerin Leistungssport ihre Kenntnisse durch kontinuierliche Fortbildung aktuell und erweitert diese kontinuierlich.
Facts
- Zutritt
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Bei Prüfungsantritt:
Beruflichen Grundbildung mit EFZ, Maturität oder gleichwertiger Abschluss. Abgeschlossene Trainer/in A Ausbildung (mind. Note 3) und die Anerkennung als J+S Nachwuchstrainer/in, Empfehlung von Swiss Athletics sowie Nachweis von mind. 800 Std. aktiver Trainertätigkeit mit Kaderathleten im Nachwuchs- oder Elitebereich. Praxisbefähigung, die von Verbandsexperten als genügend taxiert wurde sowie 3 Standortbestimmungen mit einem Coach Developer. Praktikumsnachweis (mind. 30-40 Arbeitsstunden) auf einer vom Sportverband anerkannten Stufe (Niveau der Athleten oder der Organisation) sowie anerkannte Ausbildung im Bereich erste Hilfe/Sanität. - Ausbildung
- Rund 1½-jährige, berufsbegleitende Weiterbildung in Form von Modulen. Der Verantwortliche von Swiss Athletics und die Trainerbildung definieren, welche Module der/die Kandidat/in zu besuchen hat. Hinweis: Die Kurskosten werden teilweise vom Bund übernommen. Absolventen/-innen einer Berufsprüfung können beim Bund einen Subventionsantrag stellen, womit 50% des Kursgeldes (höchstens 9'500.–) sowie zusätzlich 4'000.– (sofern Mitgliedsfirma) aus dem Weiterbildungsfonds zurückerstattet werden.
- Sonnenseite
- Trainer und Trainerinnen Leistungssport helfen mit, ein positives Bild des Sports zu zeichnen, fördern den gesunden, fairen und respektvollen Sport und haben dadurch eine Vorbildwirkung. Sie tragen massgeblich bei, zur Entwicklung der Sportler und Sportlerinnen, der Vereine und damit auch zur Entwicklung des Sports insgesamt.
- Schattenseite
- Im Leistungssport herrscht hoher Erfolgsdruck. Die Trainer und Trainerinnen sind wettkampfbedingt oft auch am Wochenende tätig. Ihr Terminkalender richtet sich nach den Turnierplänen und den Erfordernissen des Leistungssports. Der Arbeitsmarkt ist begrenzt und es gibt häufig Personalwechsel.
- Gut zu wissen
- Trainer und Trainerinnen Leistungssport arbeiten für Vereine, Verbände, Clubs oder in Sportschulen. Die Anstellungsbedingungen variieren je nach Arbeitgeber/in, Sportart und Leistungsstufe der Betreuten (National- oder Regionalkader, Liga, Junioren etc.).
TOP 10 Anforderungen
Karrierewege als Trainer/in Leistungssport BP
Angebote des Bundesamts für Sport BASPO, von Swiss Olympic sowie von sportartspezifischen Sportverbänden.
Fachperson Sport FH (EHSM), Sportlehrer/in ETH (Bachelor / Master)
Trainer/in Spitzensport HFP, Sportartenschulleiter/in HFP (eidg, Diplom)
Trainer/in Leistungssport BP
Beruflichen Grundbildung mit EFZ, Maturität oder gleichwertiger Abschluss (siehe Zutritt)