BSc in Microengineering
Mikrotechnikingegnieur/in FH/ETH
entwickeln, anleiten, überprüfen, erweitern, dokumentieren, schulen
Was macht ein/e Mikrotechnikingegnieur/in FH/ETH?
Mikrotechnikingenieure und Mikrotechnikingenieurinnen arbeiten an der Spitze innovativer Technologien und setzen ihr Fachwissen in verschiedenen Forschungsprojekten ein.
Sie sind aktiv an der Entwicklung mikrotechnischer Präzisionsprodukte beteiligt. Dazu zählen Mini-Sensoren, komplexe Uhren, optische Messgeräte sowie medizinische Geräte, Implantate, Navigationssysteme und Mikroroboter. Bei ihrer Arbeit berücksichtigen sie nicht nur funktionale, sondern auch ästhetische und ökologische Gesichtspunkte. Die Zusammenarbeit mit Forschungsteams ermöglicht es ihnen, neue Produktionsprozesse zu entwerfen und Prototypen sowie neuartige Materialien zu entwickeln. Zudem engagieren sie sich für die Weiterentwicklung bestehender Produkte, um deren Funktionen zu erweitern und zu optimieren. In der industriellen Fertigung sind sie verantwortlich für die Planung und Organisation, wenden automatisierte Produktionsabläufe an oder integrieren diese in bestehende Produktionsstrassen.
Mikrotechnikingenieure und -ingenieurinnen erarbeiten auch bedarfsgerechte Qualitätskontrollen und führen diese durch, beraten Unternehmen bezüglich neuester Technologien und schulen die Kunden in der Anwendung neuer Produkte. Darüber hinaus bilden sie Produktionsverantwortliche aus und tragen zur Vermarktung mikrotechnischer Produkte bei.
Was und wozu?
- Damit das Pflegeteam einer Spezialklinik über die Anwendung eines neuen, medizinischen Gerätes informiert und instruiert ist, schreibt der Mikrotechnikingenieur eine Anleitungsdokumentation.
- Damit der Prototyp eines Miniroboters eingehend getestet und modifiziert werden kann, arbeitet die Mikrotechnikingenieurin mit anderen Fachexperten in Forschungslabors für angewandte Technologien zusammen.
- Damit eine neue Art von Implantaten eingeführt werden kann, die körperlich besser angenommen werden und langlebiger sind, prüft der Mikrotechnikingenieur verschiedene, jüngst entwickelte Werkstoffe.
- Damit ein neues Produkt ohne Unterbruch und einwandfrei gefertigt werden kann, schlägt die Mikrotechnikingenieurin der Kundin einen Produktionsablauf mit Mini-Sensoren vor und entwickelt diesen.
Facts
- Zutritt
-
FH: a) Abgeschlossene berufliche Grundbildung (EFZ) in einem der Studienrichtung verwandten Gebiet mit Berufsmaturität oder mit eidg. Diplom einer HF (Technik, Wirtschaft) oder mit anschliessender Berufstätigkeit und Aufnahmeprüfung oder
b) anderes EFZ mit Berufsmaturität oder Fach- bzw. gymnasiale Maturität und 1-jähriges Berufspraktikum in einem Gebiet der Studienrichtung.
ETH: Gymnasiale Maturität oder Berufs- bzw. Fachmaturität mit Ergänzungsprüfung oder Hochschulabschluss. - Ausbildung
- 3 Jahre Vollzeit (FH/ETH) oder 4–5 Jahre Teilzeit (FH).
- Sonnenseite
- Als Mikrotechnikingenieur oder -ingenieurin gibt es immer wieder Aufträge, die für ein Erfolgserlebnis sorgen. Sei es die gelungene Entwicklung eines Implantates, das Menschen beschwerdefrei macht, oder ein Miniroboter, der gefährliche Aufgaben übernimmt.
- Schattenseite
- Es kommt vor, dass man in diesem Beruf viel Zeit in eine Neuentwicklung oder einen Prototypen investiert, sich das Endergebnis aber nicht als das erweist, was man geplant und erarbeitet hatte.
- Gut zu wissen
- Die Berufsleute sind in verschiedenen Arbeitsbereichen mit mikrotechnischen Anwendungen tätig. Das kann in der Medizin-, Nano- oder Sensorentechnik sein, in der Uhrenindustrie, Optik, Mikrorobotik, Mechatronik oder Automatisierung. Als Projektleitende in ihrem Fach sind sie auf dem Arbeitsmarkt gefragt.
TOP 10 Anforderungen
Karrierewege als Mikrotechnikingegnieur/in FH/ETH
MAS in Nano und Micro Technology, MAS in Mikroelektronik (Nachdiplomstudium)
Dr. sc. (Doktorat mit Dissertation)
MSc (UH) in Biomedical Engineering
MSc (ETH) in Micro- and Nanosystems, MSc (FH) in Ingenieurwissenschaften – Robotik, Biomedizin, Life Science etc.
Mikrotechnikingegnieur/in FH/ETH
Gymnasiale Maturität oder Hochschulabschluss (siehe Zutritt)