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Fahrlehrer/in BP

Eidg. Fachausweis / Professional Bachelor

Fahrlehrer/in BP

fahren, unterrichten, anleiten, korrigieren, hinweisen, aufpassen

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Was macht ein/e Fahrlehrer/in BP?

Viele Hinweise und Erklärungen, die man in der Fahrstunde bekommt, erweisen sich später als hilfreich oder können sogar Unfälle vermeiden. Ohne gute Fahrlehrer und Fahrlehrerinnen wäre der Strassenverkehr chaotisch.

Als kommunikative, lehrfreudige und didaktisch geschulte Fachpersonen bilden sie Menschen aus, die das Führen eines Motorfahrzeuges erlernen möchten. Sie vermitteln ihnen die dazu nötigen theoretischen Kenntnisse und praktischen Fähigkeiten. Im praktischen Fahrunterricht auf der Strasse lehren sie geduldig und systematisch die richtige Fahrtechnik. Sie fördern umsichtiges, sicherheitsbewusstes Verhalten und das Vorausschauen im Strassenverkehr sowie Orientierungs- und Beobachtungstechniken, die auf mögliche Gefahren hinweisen. Stets berücksichtigen sie bereits vorhandene Fahrkenntnisse sowie das Alter ihrer Fahrschüler und -schülerinnen.

Ob fürs Auto, Motorrad, den Lastwagen oder Bus, sie vermitteln Strassenverkehrsrecht und -vorschriften, technische Kenntnisse, Unfallanalytik und physikalische Gesetze. Dazu gehören z.B. Wetterbedingungen, Sichtverhältnisse, Fahrzeugverhalten auf nasser Strasse oder die Kräfte bei einem Aufprall.

Fachrichtungen

Fahrlehrer und Fahrlehrerinnen der Fachrichtung Auto begleiten ihre Fahrschülerinnen und -schüler auf dem Weg zu sicherem und verantwortungsbewusstem Verhalten im Strassenverkehr. Sie vermitteln nicht nur die grundlegende Fahrzeugbedienung, sondern schulen gezielt Wahrnehmung, Reaktionsfähigkeit und vorausschauendes Fahren. Besonderes Augenmerk liegt auf komplexen Verkehrssituationen wie Kreuzungen, Kreiseln oder dichtem Stadtverkehr. Sie erklären Verkehrsregeln praxisnah und fördern die Fähigkeit, Risiken frühzeitig zu erkennen. Individuell angepasst an Lernfortschritt und Alter unterstützen sie ihre Fahrschüler dabei, Routine zu entwickeln und auch in Stresssituationen ruhig und überlegt zu handeln.
Fahrlehrer und Fahrlehrerinnen der Fachrichtung Motorrad legen grossen Wert auf Gleichgewicht, Blickführung und Fahrzeugbeherrschung. Sie sensibilisieren ihre Schüler und Schülerinnen für die erhöhte Verletzlichkeit im Strassenverkehr und trainieren defensives, vorausschauendes Fahren. Themen wie Kurventechnik, Bremsverhalten und das richtige Einschätzen von Strassenverhältnissen stehen im Zentrum. Da Motorradfahrende weniger geschützt sind, wird besonders auf Schutzkleidung, Sichtbarkeit und Gefahren durch andere Verkehrsteilnehmende eingegangen. Die Ausbildung erfolgt oft intensiv und praxisnah, damit Fahrschüler auch in anspruchsvollen Situationen sicher reagieren können.
Fahrlehrer und Fahrlehrerinnen der Fachrichtung Lastwagen schulen angehende Chauffeure im sicheren Umgang mit grossen und schweren Fahrzeugen. Sie vermitteln Kenntnisse über Bremswege, Ladungssicherung und Fahrzeugdimensionen sowie das Verhalten in engen Strassen oder beim Rangieren. Besonderes Augenmerk gilt dem vorausschauenden Fahren, da Lastwagen deutlich längere Reaktions- und Bremszeiten haben. Auch wirtschaftliches und umweltschonendes Fahren wird trainiert. Sie bereiten ihre Fahrschüler und -schülerinnen darauf vor, Verantwortung im Berufsalltag zu übernehmen und komplexe Verkehrssituationen souverän zu meistern.
Fahrlehrer und Fahrlehrerinnen der Fachrichtung Bus bereiten zukünftige Chauffeure auf die sichere Beförderung von Fahrgästen vor. Neben der Fahrzeugtechnik und den Verkehrsregeln steht der Umgang mit Menschen im Fokus. Sie schulen ein besonders vorausschauendes, ruhiges Fahrverhalten, um Komfort und Sicherheit der Passagiere zu gewährleisten. Themen wie Haltestellenanfahrt, Fahrgastwechsel und das Verhalten in Notfällen sind zentral. Zudem lernen Fahrschüler, auch unter Zeitdruck verantwortungsvoll zu handeln und jederzeit den Überblick im oft dichten Stadtverkehr zu behalten.

Was und wozu?

  • Damit der Fahrlehrer seine Fahrschüler nachdrücklich darauf hinweisen kann, was alles die Fahrweise beeinträchtigen kann, erklärt er detailliert den Einfluss von Alkohol, Drogen und gewissen Medikamenten.
  • Damit ein Fahrschüler, der zahlreiche Fahrstunden hinter sich hat, seinen Führerschein erhält, meldet ihn die Fahrlehrerin zur Führerprüfung an und begleitet ihn dort hin.
  • Damit der Fahrlehrer einem nervösen und ängstlichen Fahrschüler mehr Selbstvertrauen vermitteln kann, redet er ihm gut zu und behält vor allem selber die Ruhe.
  • Damit eine Fahrschülerin lernt, wie sie sich beim Fahren dem Strassenverkehr anpassen kann und nicht den Verkehr aufhält, bringt die Fahrlehrerin einige gute Situationsbeispiele vor.

Facts

Zutritt
Bei Prüfungsantritt:

a) Abgeschl. Berufslehre (EFZ) oder höhere schulische Allgemeinbildung sowie 2 Jahre Berufserfahrung und

b) die erforderlichen Module bzw. gleichwertige Abschlüsse sowie ein unbefristeter Führerschein, je nach Fachrichtung

c) Auto: seit mind. 3 Jahren Kategorie B, Kategorie BE sowie die Bewilligung zum berufsmässigen Personentransport.

Motorrad: seit mind. 3 Jahren Kategorie A ohne Leistungsbeschränkung.

Lastwagen: seit mind. 3 Jahren Kategorie CE sowie Fähigkeitsausweis für den Gütertransport.

Bus: seit mind. 3 Jahren Kategorie D und Kat. DE sowie Fähigkeitsausweis für den Personentransport.
Ausbildung
1 Jahr Vollzeit- oder 1½–2 Jahre berufsbegleitende Ausbildung.

Hinweis: Die Kurskosten werden teilweise vom Bund übernommen. Absolventen/-innen einer Berufsprüfung können beim Bund einen Subventionsantrag stellen, womit 50% des Kursgeldes (höchstens 9'500.–) sowie zusätzlich 4'000.– (sofern Mitgliedsfirma) aus dem Weiterbildungsfonds zurückerstattet werden.
Sonnenseite
Fahrlehrer und Fahrlehrerinnen haben die schöne Aufgabe, Menschen jeden Alters richtig und gut geschult in den Strassenverkehr zu entlassen. Jede bestandene Fahrprüfung ist auch für sie ein kleines Erfolgserlebnis.
Schattenseite
Es gibt auch Fahrschüler und Fahrschülerinnen, die sich wenig geschickt anstellen und Mühe haben, sich alles zu merken, was im Strassenverkehr wichtig ist. Auch gefährliche Situationen können nicht ausgeschlossen werden.
Gut zu wissen
Fahrlehrerinnen und Fahrlehrer kommen den ganzen Tag mit unterschiedlichen Menschen zusammen, müssen sich jedoch auch nach deren Verfügbarkeit richten. Daher sind die Unterrichtsstunden oft ausserhalb der üblichen Arbeitszeiten. Oft haben die Berufsleute eine eigene Fahrschule.

TOP 10 Anforderungen

Ebenfalls wichtig: Freude am Autofahren, Interesse an Herausforderungen des modernen Strassenverkehrs, Gelassenheit.

unverzichtbar
sehr wichtig
wichtig
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wichtig
sehr wichtig
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Karrierewege als Fahrlehrer/in BP

Kurse des Berufsverbandes.

Eigene Fahrschule

Verkehrsexperte/-in (Weiterbildung)

Motorrad- oder Lastwagenfahrlehrer/in, Instruktor/in, Referent/in für Spezialkurse (Zusatzqualifikationen)

Fahrlehrer/in BP

Berufliche Grundbildung (EFZ) oder gleichwertiger Abschluss (siehe Zutritt)

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